Die Falle unnötiger Arbeiten
Viele Eigentümer investieren vor dem Verkauf in Arbeiten, überzeugt, dass dies ihren Verkaufspreis erhöht. Manchmal stimmt das. Oft ist die Rendite enttäuschend. Die goldene Regel: Nur Arbeiten durchführen, die große Einwände ausräumen oder die Wahrnehmung der Immobilie deutlich verbessern.
Ein Käufer zahlt nicht den Preis einer hochwertigen Küche, wenn der Rest der Immobilie nicht mithält. Ebenso wenig zahlt er den Preis eines erneuerten Badezimmers, wenn das Dach in schlechtem Zustand ist. Die Stimmigkeit der Immobilie zählt ebenso viel wie jedes einzelne Element.
Die Arbeiten, die den Preis verteidigen
Das Dach
Es ist oft der erste Punkt, auf den Käufer und ihre Sachverständigen achten. Ein Dach in schlechtem Zustand führt stets zu Verhandlungen. Ein erneuertes Dach, durch Rechnungen belegt, räumt dieses Argument aus und beruhigt. Die Kosten sind erheblich, doch bei Einfamilienhäusern lohnt es sich in der Regel.
Die Heizungsanlage
Ein veralteter Heizkessel oder eine nicht konforme Heizungsanlage bremst den Verkauf. Einen alten Kessel durch ein neueres System zu ersetzen, verbessert den Energieausweis, senkt die künftigen Energiekosten und beruhigt Käufer. Diese Investition ist in den meisten Fällen gerechtfertigt.
Fensterrahmen und Verglasung
Der Wechsel von Einfach- auf Doppelverglasung oder von Doppel- auf Dreifachverglasung verbessert Komfort, Energieausweis und Erscheinungsbild der Immobilie. Der Einfluss auf den Preis kann erheblich sein, vor allem bei älteren Immobilien mit deutlich in die Jahre gekommenen Fensterrahmen.
Die Dachdämmung
Sie ist oft die rentabelste energetische Maßnahme. Die Dachdämmung verbessert die Klasse im Energieausweis, verringert Wärmeverluste und kann Anspruch auf regionale Prämien eröffnen. Bei einer Immobilie der Klasse F oder G kann sie die Immobilie in eine höhere Klasse bringen und den Einfluss auf den Preis verringern.
Arbeiten für die Präsentation
Neben den baulichen Arbeiten haben manche kleinen Eingriffe eine unverhältnismäßig große Wirkung auf die Wahrnehmung der Immobilie:
- Die Wände in neutralen Tönen neu streichen: kostengünstig, sehr wirksam.
- Sichtbare Mängel beheben: eine undichte Dachrinne, ein kaputter Rollladen, eine quietschende Tür.
- Beschädigte Böden instand setzen: ein Parkett abschleifen, eine gebrochene Fliese ersetzen.
- Die Außenbereiche pflegen: Garten, Terrasse, Fassade.
Diese Eingriffe kosten wenig, und ihre Wirkung auf den ersten Eindruck ist real.
Arbeiten, die Sie vermeiden sollten
Manche Arbeiten sollten Sie vor einem Verkauf vermeiden:
- Eine komplette Küche oder ein komplettes Bad in einer Immobilie, die das nicht rechtfertigt: Die Rendite steht selten im Verhältnis zur Investition.
- Sehr persönliche Ausstattungen: Was dem Verkäufer gefällt, gefällt nicht unbedingt dem Käufer.
- Teilarbeiten, die einen Kontrast schaffen: Ein renovierter Raum inmitten einer in die Jahre gekommenen Immobilie kann mehr Fragen als Vertrauen wecken.
Wie entscheiden?
Am besten lassen Sie die Immobilie in ihrem aktuellen Zustand bewerten und beurteilen dann den möglichen Einfluss jeder geplanten Arbeit auf den Verkaufspreis. Übersteigt der geschätzte Gewinn die Kosten der Arbeit, ist die Investition gerechtfertigt. Andernfalls passen Sie besser den Preis entsprechend an.
YOUHOME begleitet Eigentümer bei dieser Analyse vor jeder Markteinführung. Ziel ist es, das Nettoergebnis des Verkaufs zu maximieren, nicht unnötig Geld auszugeben.



