Eine Frage der Koordination, keine Unmöglichkeit
Das aktuelle Haus verkaufen und gleichzeitig ein neues kaufen: Das ist das Vorhaben der meisten Eigentümer, die umziehen. Und es ist oft eine Quelle der Sorge. Was passiert, wenn man verkauft, bevor man etwas gefunden hat? Oder wenn man etwas findet, bevor man verkauft hat?
Die gute Nachricht: Diese Situation ist häufig, und es gibt Lösungen, um sie gelassen zu bewältigen. Der Schlüssel ist Vorausplanung und eine gute Abstimmung zwischen den verschiedenen Parteien.
Die zwei wichtigsten Szenarien
Verkaufen, bevor man kauft
Das ist finanziell das sicherste Szenario. Man kennt den Verkaufserlös, bevor man sich zu einem Kauf verpflichtet. Es bedeutet aber, eine vorübergehende Wohnlösung zu finden, falls man die ideale Immobilie nicht sofort findet. Kurzzeitmiete, Unterkunft bei Angehörigen oder die Aushandlung einer längeren Räumungsfrist mit dem Käufer.
Kaufen, bevor man verkauft
Dieses Szenario sorgt dafür, dass man die ideale Immobilie nicht verpasst. Es bedeutet aber, für eine gewisse Zeit zwei Immobilien gleichzeitig zu finanzieren, was entweder ausreichende Eigenmittel oder einen Überbrückungskredit erfordert. Dieses finanzielle Risiko sollten Sie sorgfältig mit Ihrem Bankberater abwägen.
Der Überbrückungskredit: Wie funktioniert er?
Der Überbrückungskredit ist ein kurzfristiges Darlehen, mit dem sich der Kauf einer neuen Immobilie finanzieren lässt, bevor der Erlös aus dem Verkauf der alten eingegangen ist. Die Bank schießt einen Teil des geschätzten Werts der zu verkaufenden Immobilie vor, den der Kreditnehmer zurückzahlt, sobald der Verkauf abgeschlossen ist.
Der Überbrückungskredit hat seinen Preis: Zinsen während der Laufzeit des Darlehens und manchmal Bearbeitungsgebühren. Er wird für eine begrenzte Dauer gewährt, in der Regel ein Jahr, je nach Bank manchmal länger. Zieht sich der Verkauf hin, kann die Lage angespannt werden. Deshalb ist eine realistische Bewertung der zu verkaufenden Immobilie unerlässlich, ebenso ein Plan B für den Fall einer Verzögerung.
Für die genauen Bedingungen und die geltenden Zinssätze wenden Sie sich an Ihren Bankberater oder einen Kreditvermittler.
Die Termine abstimmen
Die Abstimmung der Termine ist oft der heikelste Punkt. Ideal wäre es, die Unterzeichnungstermine der notariellen Urkunden beider Geschäfte aufeinander abzustimmen. In der Praxis gelingt das selten perfekt. Man muss also Übergangslösungen vorsehen.
Einige nützliche Hebel:
- Mit dem Käufer Ihrer Immobilie eine längere Räumungsfrist aushandeln, damit Sie Zeit haben, Ihren Kauf zu finden und abzuschließen.
- Mit dem Verkäufer der Immobilie, die Sie kaufen, eine längere Frist bis zur Unterzeichnung aushandeln, um den Abschluss Ihres Verkaufs abzuwarten.
- Eine vorübergehende Wohnlösung vorsehen, falls die Termine nicht perfekt zusammenpassen.
Die Rolle einer professionellen Begleitung
Bei einem gleichzeitigen Kauf und Verkauf macht eine professionelle Begleitung einen echten Unterschied. Eine Agentur, die den lokalen Markt gut kennt, kann helfen, beide Geschäfte zu synchronisieren, Fristen vorauszusehen und kreative Lösungen zu finden, wenn die Termine nicht zusammenpassen.
YOUHOME begleitet Eigentümer bei diesen komplexen Vorhaben. Ziel ist es, beide Seiten des Geschäfts methodisch zu führen, um Blockaden zu vermeiden und die Interessen des Kunden zu schützen.



